Theater

NAME: SOPHIE SCHOLL Theaterstück über Zivilcourage von Rike Reiniger

 Sophie, du musst hier nicht die Heldin spielen. Seien wir doch ehrlich.
Wir alle hätten die Flugblätter nicht einmal angefasst, damals in München in der Universität. Wir hätten nichts gesagt und wären neunzig Jahre alt geworden.

  • Termine / Karten

    TERMINE

    Donnerstag, 12. November 2015, 10:00h | Premiere

    Donnerstag, 19. November 2015, 19:30h

    Mittwoch, 25. November 2015, 10:00h  | AUSVERKAUFT

    Dienstag, 01. Dezember 2015, 19:30h

    Dienstag, 15. Dezember 2015, 10:00h

     

    2016

    Mittwoch, 13. Jänner 2016, 19:30h

    Freitag, 15. Jänner 2016, 09:00h

    Dienstag, 26. Jänner 2016, 10:00h

    Dienstag, 26. Jänner 2016, 19:30h

    Mittwoch, 10. Februar 2016, 19:30h

    Donnerstag, 25. Februar 2016, 10:00h | AUSVERKAUFT

    Donnerstag, 25. Februar 2016, 19:30h

    Freitag, 04. März 2016, 09:00h

    Freitag, 18. März 2016, 09:30h | AUSVERKAUFT

    Freitag, 18. März 2016, 12:00h | AUSVERKAUFT

    Mittwoch, 30. März 2016, 08:30h

    Dienstag, 21. Juni 2016, 09:00h | AUSVERKAUFT

    Donnerstag, 07. Juli 2016, 09:00h

     

     

    WEITERE SONDERVORSTELLUNGEN FÜR SCHULKLASSEN AUF ANFRAGE | 14+

     

    DAUER

    65min (keine Pause)

     

    KARTENPREISE

    EUR 16  Normal

    EUR 14  Ö1 Club, AK-Karte, Gruppen ab 10 Personen

    EUR 12  Aktivpass, Menschen mit Behinderung

    EUR 10  Schüler, Studenten, Lehrlinge, Zivil- und Präsenzdiener

    EUR 8    Schülergruppen ab 10 Personen (Begleitpersonen frei)

    EUR 8    Last-Minute-Karten für Schüler, Lehrlinge, Studenten, Zivil- und Präsenzdiener;

                   nach Verfügbarkeit ab 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn an der Abendkasse

     

    KARTEN: ONLINE-DIREKT | 0699 11 399 844 | Email

  • Produktionsteam

     

    SCHAUSPIEL Angela Ahlheim, Julia Frisch

    DRAMATURGIE & INSZENIERUNG Cornelia Metschitzer & Rudi Müllehner

    LICHT & TECHNIK Michael Kment, Katrin Neubauer

    SUJET & GRAFIK & FOTOGRAFIE Bernhard Mayer

    PRODUKTION Tribüne Linz

    AUFFÜHRUNGSRECHTE Theaterstückverlag, Korn-Wimmer, München

  • zum Stück

     

    ZUM INHALT

     

    Die Jus-Studentin Sophie Scholl steht kurz vor ihrem Uni-Abschluss, da wird sie in einen Prüfungsbetrug verwickelt und soll vor Gericht aussagen. Da sich ihre Zeugenaussage auf ihre Karriere negativ auswirken wird, überlegt sie, die Aussage zu verweigern. Doch sie muss immer wieder an ihre berühmte Namensvetterin Sophie Scholl denken, die für ihren mutigen Widerstand gegen die Nazi-Diktatur sogar ihr Leben lassen musste.

     

    Die Autorin verknüpft hier auf sehr einfühlende und kluge Weise den Gewissenskonflikt einer heutigen Studentin mit den Ereignissen rund um die berühmte Münchner Widerstandsgruppe „Weiße Rose“. Bilder aus dem Leben der historischen Sophie Scholl werden lebendig, ihre Entwicklung vom begeisterten Jungmädel hin zur Kämpferin für Friede und Freiheit nachgezeichnet.

     

    Als „Heldin“ unsterblich geworden, begibt sich die „große Schwester“ (gespielt von Angela Ahlheim) nun an die Seite der heutigen Sophie (Julia Frisch) und ermutigt sie in vielen kleinen Gesten, sich für die Wahrheit zu entscheiden.

     

    Die Parallelführung zweier unterschiedlicher Zeiten und Geschichten soll uns dabei vor Augen führen, dass es in einer heutigen Demokratie nicht so schwer fallen sollte, die Wahrheit zu sagen und Zivilcourage zu üben.

     

     

    DIE AUSEINANDERSETZUNG MIT DER „WEISSEN ROSE“ HEUTE

     

    Der Name dieser deutschen Widerstandsgruppe während der Nazizeit ist ein Begriff und gilt bis heute als Symbol für Widerstand und Zivilcourage, für Menschlichkeit in unmenschlicher Zeit, für Selbstlosigkeit und das kompromisslose Leben und Verteidigen der eigenen Überzeugungen und Werte über alle Gefahren hinweg.

     

    Die jungen Studentinnen und Studenten, allen voran die Geschwister Sophie und Hans Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf und ihr Professor Kurt Huber konnten nicht tatenlos mit ansehen, wie Hitler und seine Schergen Deutschland und Europa in den Abgrund stürzten. Mutig leisteten sie Widerstand gegen den Naziterror, indem sie in verschiedenen Phasen, Konstellationen und auf verschiedenen Wegen Flugblätter schrieben, vervielfältigten und verbreiteten. Darin äußerten sie grundsätzlich die moralische Verpflichtung zum Widerstand gegen dieses Regime und hofften, damit auch ihre Landsleute aufrütteln und zum Widerstand bzw. zur Weiterverbreitung der Flugschriften animieren zu können.

     

    Die unmittelbare Wirkung dieser Flugblätter war zwar gering, denn was konnte eine kleine Gruppe junger Studierender schon ausrichten gegen die Übermacht eines grausamen Regimes und Millionen verblendeter und verängstigter Bürgerinnen und Bürger? Doch allein das Bewusstsein, sich nicht mitschuldig zu machen und sich die Freiheit zu nehmen, nach den eigenen Überzeugungen weiter zu leben, war den Mitgliedern der Gruppe ein Gewinn, wie Zeugnisse belegen. Dennoch, der Preis war hoch: Nachdem man Hans und Sophie Scholl auf der Münchner Universität beim Verteilen ihrer Flugblätter erwischt hatte, machte man mit ihnen kurzen Prozess und bestrafte sie mit dem Tod. Auch die anderen Vier aus dem engsten Kreis wurden ermordet.

     

    Das kurze intensive Wirken der „Weißen Rose“ ist bis heute eine große Tat und sollte nicht vergessen werden. Sie soll uns Vorbild sein und Auftrag, allen Anfängen zu wehren, gewissenvoll zu leben und uns für die Freiheit des Einzelnen und für demokratische Werte stark zu machen. Auch wenn wir heute in einer Demokratie leben, sollten sich die jungen Menschen hierzulande mit der „Weißen Rose“ auseinandersetzen und sich ihre universelle Botschaft zu Herzen nehmen.

     

    Angesichts der jüngsten Revolten gegen Diktaturen (Arabischer Frühling) oder der Schicksale einzelner Widerstandskämpfer/innen (z.B. Malala Yousafzai) bleibt das Thema aktuell und brisant. Denn die Unterdrückung, Verfolgung und Ermordung politisch Andersdenkender hört nicht auf, wie man täglich in den Medien mitverfolgen kann.

     

    Niemand wird als „Held“ oder „Heldin“ geboren. Aber Gewissen, Zivilcourage, Empathie, Solidarität und Gerechtigkeitsempfinden kann man lernen. Und: Zivilcourage fängt im Alltag an und hat auch in kleinen Gesten große Wirkung.

     

     

     

    mehr Infos PDF

  • Pressestimmen

  • Fotoschau