ALMA MAHLER-WERFEL

Theaterstück über die „Liebhaberin der vier Künste“ von Paula Kühn

Termine

WIEDERAUFNAHME

SA 26.10. 19:30 

 

NÄCHSTE VORSTELLUNGEN

FR 13.03. 19:30 AUSVERKAUFT

SA 04.04. 19:30 Zusatzvorstellung

DO 14.05. 19:30 Zusatzvorstellung zum letzten Mal

Dauer

1h55min (keine Pause)

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Pressestimmen





Inhalt


Wien, 1901: Alma Schindler, gerade 21-jährig, verfolgt mehr oder weniger hartnäckig ihren Traum: Einmal wirkliche musikalische Größe zu erreichen. Sie komponiert und nimmt Unterricht bei Alexander Zemlinsky, den sie liebt und sogar zu heiraten überlegt. Als sie jedoch den Komponisten Gustav Mahler kennenlernt, muss sie sich nicht nur zwischen ihm und Zemlinsky entscheiden, sondern bald auch zwischen ihm und ihrer eigenen musikalischen Arbeit. Denn Gustav Mahler will keine Ehe in Konkurrenz führen und fordert von Alma vollkommene Hingabe an sein Schaffen.

Alma folgt seinem Wunsch und lebt nun zehn Jahre nur für und durch ihren Ehemann, was für die eigensinnige junge Frau nicht immer leicht ist. Sie wird zweifache Mutter, doch verliert sie eines ihrer Kinder und schließlich auch Gustav Mahler selbst. Als dieser 1911 stirbt, will sie am liebsten gleich mitsterben, aber sie beschließt weiterzuleben, freier, unbefangener und selbstständiger als noch vor ihrer Ehe mit dem weltberühmten Komponisten.

Einer wilden Affäre mit dem verrückten Maler Oskar Kokoschka, an der sie fast zugrunde geht, folgt eine erholsam ruhige Ehe mit dem Architekten Walter Gropius. Mit ihm bekommt sie wieder zwei Kinder und wieder verliert sie eines der beiden. An ihrer Seite steht in dieser schweren Zeit aber nicht nur Walter Gropius, sondern auch Franz Werfel, der wirkliche Vater ihres Sohnes. Der viele Jahre jüngere Schriftsteller ist ihre letzte, längste und größte Liebe.

Alma Mahler wird gern als die Liebhaberin der vier Künste beschrieben. Tatsächlich hatte sie ein instinktives Gespür für Genialität und konnte sich leidenschaftlich in künstlerische Größe verlieben. In diesem Theaterstück geht es um die Entwicklung dieser imposanten und polarisierenden Frau, deren Art zu lieben und zu leben selbst ein großes Kunstwerk ist.

INSZENIERUNG

Das Stück beginnt mit einer Rahmenhandlung im kalifornischen Exil. Es ist der Tag, an dem Almas Ehemann Franz Werfel begraben wird. Friedrich Torberg möchte Alma abholen. Doch sie will nicht zum Begräbnis. Torberg bleibt bei ihr und Alma beginnt zu erzählen, sich zu erinnern. An ihr bewegtes Leben in Europa vor dem Krieg, an die vielen Menschen, mit denen sie dieses Leben teilte, an die Musik, die sie auch ohne Ohren hören kann, weil sie von ihr durchdrungen ist und an die Männer, die sie liebte.

Kraft ihrer Erinnerung begibt sich Alma also in zahlreichen szenischen Rückblenden zurück an die wichtigsten Schauplätze ihres bisherigen Lebens. Dabei verwandelt sich Paula Kühn immer wieder und fast übergangslos zurück in die schöne und junge Alma Schindler, in die Schülerin und Verehrerin des Komponisten Alexander Zemlinsky, in die untreue Ehefrau und Witwe Gustav Mahlers, in die Geliebte und Ehefrau des Architekten Walter Gropius, in die den Boden verlierende, weil von Oskar Kokoschka beflügelte Liebhaberin, in die Hüterin des Dichterschatzes Franz Werfel, in die Mutter ihrer vier Kinder, von denen nur eines erwachsen wurde und nicht zuletzt in die junge Komponistin, die sie auch war, aber nicht lange sein durfte, weil Mahler es ihr noch vor der Hochzeit verbot. Rudi Müllehner schlüpft in die Rollen von Almas Ehemännern, Liebhabern und hoffnungslosen Verehrern, als Torberg der Rahmenhandlung ist er ihr enger Vertrauter, der einzige Mensch, dem sie sich zeigen will in ihrem Schmerz.

Und Alma spricht, begeht ihr eigenes Totengedenken. In einer Inszenierung, die dem Emotionalen huldigt, dem Exzess, aber auch den zarten Momenten und der Tiefe des Leidens. Dabei wird auch immer wieder der Gedanke des Gesamtkunstwerks zitiert, so wie er Mode wurde in Almas Zeit: Musik, Malerei, Literatur, Architektur in sich potenzierender Kraft.




Produktionsteam


SCHAUSPIEL & LIVE-MUSIK Paula Kühn, Rudi Müllehner INSZENIERUNG Cornelia Metschitzer LICHT & TECHNIK Florian Kirchweger, Michael Kment PRODUKTION Tribüne Linz





Fotos

Fotos: (c) Reinhard Winkler

1/15

TRIBÜNE LINZ

Theater am Südbahnhofmarkt

Eisenhandstraße 43

4020 Linz

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Fotos: Reinhard Winkler, C.B. Schneider (DA REGN IS NU WOAM & I SOIT IMMA GERN)

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