CAROS GESCHICHTE

Hörprobe

00:00 / 06:41

Theaterstück von Cornelia Metschitzer

Tribüne Linz_Caros Geschichte_Sujet_© Reinhard Winkler_web.jpg

Foto: © Reinhard Winkler

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Zum Stück


Der erste Corona-Sommer 2020: Carolin Bach geht durch ihr Haus in Frauenstein und erinnert sich an vieles. Der Mond liegt milchig über dem Garten und sie ahnt, dass sich jetzt einiges ändern wird. Denn die alten Muster taugen nichts mehr und die gewohnten Bahnen spucken uns aus.

Ist Corona gekommen, um uns voneinander zu trennen? Oder sticht sie uns unsere Blasen auf und verstrickt uns wieder neu? Sind wir zu ihr gekommen? Hat Corona einen Sinn? Oder ist sie eine Heilige, die herhält für alles und jede Schuld auf sich nimmt?

Viele Fragen, kaum Antworten. Um zumindest Klarheiten über sich selbst zu gewinnen, unternimmt Caro in dieser Mondnacht zu Corona eine Reise in ihr Innerstes. Ihr Erkenntnisprozess ist schmerzhaft, denn es ist schwer, Abschied zu nehmen - von ihrer Tochter samt Baby-Boy, die nach dem ersten Lockdown wieder nach Wien zurückkehren, von ihrem besten Freund, der sich plötzlich nicht mehr bei ihr meldet, von ihrem Theater, das jetzt leer steht, von ihrer exzessiven Arbeit als Regisseurin, die ihr so lange geholfen hat, ihren Schmerz zu Gold zu verspinnen.

Ein Schmerz, der bis tief in die Kindheit reicht und deren Gespenster in ihrer Seele immer noch Unruhe stiften. Die nun auch ihre verborgenen Ängste und Zwänge wieder aufscheuchen, von denen sie sich endlich lösen sollte. Auch um die gläsernen Wände einzureißen, die sich zwischen ihr und ihrem Mann Ulli aufgetan haben im Lauf von zwei Jahrzehnten.

Je länger Caro über sich selbst und die Welt nachdenkt, umso mehr begreift sie, dass Corona nicht nur ihre Gegnerin ist, sondern auch ihre Verbündete. Eine Kriegerin mit Frieden in den Händen wie sie selber, die ihr nun unerwartet Zeit gibt, endlich genauer hinzuschauen auf sich und die Welt. Die ihr auch zeigt, dass die Schäden, die jetzt überall ans Licht kommen, schon vorher da waren und die endlich erkannt und gerichtet werden wollen.

Ermutigt auch von ihren Lieblingsdichterinnen, allen voran Ingeborg Bachmann, beschließt Caro, sich aus ihrer Erstarrung zu lösen und wieder zu handeln. Sie beschließt, ihre Geschichte niederzuschreiben, die Geschichte von Carolin Bach. Aber nicht nur, um wieder ein Projekt zu haben, sondern auch, um den Fort- und Ausgang ihrer Geschichte selbst zu bestimmen. Und sich dabei auch anderen Frauen anzuvertrauen, deren Geschichten ebenfalls im Verborgenen liegen, die aber vielleicht auch gern erzählt werden würden.




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