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MO - FR: 09:00 - 18:00, an Spieltagen bis Veranstaltungsbeginn
SA, SO + FEIERTAG: nur an Spieltagen von 10:00 bis Veranstaltungsbeginn
ÖFFNUNGSZEITEN KARTENBÜRO: MI - FR: 14:00 - 18:00
Veranstalter: SOS Menschenrechte

© privat
DER TANZ DES VERGESSENS
Theaterstück in deutscher und persischer Sprache
Wir freuen uns über Spenden für die Menschen im Iran, die aktuell von Krieg und seinen Folgen betroffen sind.
INFOS

Die Geschichte handelt von einer Frau und einem Mann, beide etwa 40 Jahre alt, die sich in einem Café gegenübersitzen und miteinander sprechen.
Nach kurzer Zeit schweift das Gespräch in die Vergangenheit ab, und beide versinken immer tiefer in ihren Erinnerungen. Dabei vergessen sie die Gegenwart und die aktuelle Zeit. Manchmal erinnern sie sich an schöne Momente ihrer Vergangenheit, manchmal werden sie traurig.
Auf der Bühne gibt es einen jungen Mann namens Carson, der unter Gedächtnisverlust leidet. Er arbeitet in einem Café und hofft dort auf die Rückkehr seiner Geliebten.
Die Geschichte handelt von Erinnerungen an die Vergangenheit und von der ermüdenden Wiederholung vergangener Träume. Sie zeigt, wie Menschen unter der ständigen Wiederholung ihrer Erinnerungen leiden. Sie kehren immer wieder in die Vergangenheit zurück, sprechen darüber, leiden darunter, erinnern sich an ihre früheren Fehler und entfernen sich dadurch vom Leben im gegenwärtigen Augenblick.
Die zentrale Aussage des Stücks ist, dass Menschen die Vergangenheit hinter sich lassen, aus ihr lernen und sie nicht immer wiederholen sollten. Die ständige Wiederholung bringt nichts außer Verwirrung und Leid.
Das Stück handelt von Erinnerung, Warten, Wiederholung, Vergangenheit, Sinnlosigkeit und Vergessen.
Auszug aus dem Stück:
Mann:
Wir drehen uns immer wieder im Kreis. Dieselbe Frage stellen wir tausendmal. Dieselbe Erinnerung definieren wir zweitausendmal neu. Den gleichen Fehler wiederholen wir zweitausendmal. Wir sind hier festgefahren.
Ich liebe diese verfluchte Zaubersubstanz, denn sie nimmt uns langsam auseinander. Sogar daraus ziehen wir noch Genuss. Wir quälen uns selbst, bis wir schließlich bei irgendeinem anderen Thema landen, das uns wieder in die Vergangenheit zieht. Und genau diese verdammten Erinnerungen, diese sich ständig wiederholenden Worte – sie machen uns müde. Ich mag uns nicht. Wir sind nicht liebenswert. Wir sind eine Geschichte der Wiederholung. Wir wollen Supermenschen sein.
Frau:
Doch wir vergessen unsere ersten menschlichen Bedürfnisse. Ehrlich gesagt haben wir nicht das Recht, von Helden zu sprechen, solange wir nicht einmal die einfachsten menschlichen Aufgaben bewältigen können. Weil wir Angst haben … Angst davor, dass wir uns selbst verlieren.
