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Siddhartha (1292) _ © Reinhard Winkler.jpg

© Reinhard Winkler

SIDDHARTHA ABGESPIELT

Nach der gleichnamigen Erzählung von Hermann Hesse

In einer Bühnenfassung von Cornelia Metschitzer

PREMIERE

DO 05.10. 19:30

3h10min (inkl. Pause)

DERNIERE

DO 21.12. 19:30

 INFOS 

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Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben, aber es hat nur ganz genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind. Hermann Hesse

Siddhartha, der von allen geliebte und mit allem begabte Sohn eines Brahmanen, verlässt früh seinen vorbestimmten Weg, denn weder die Zuneigung der Seinigen, noch ihre heiligen Bücher können ihn ganz erfüllen. Und so macht sich der Ruhelose und Wissbegierige auf eine Reise ins Ungewisse. Nur seinem inneren Kompass folgend, wird er ein ganzes Leben und viele Neuorientierungen brauchen, um sein lange nur geahntes Ziel zu erreichen: Weisheit und inneren Frieden.

Doch zuvor muss Siddhartha viele Erfahrungen sammeln, muss sich in viele Gestalten verwandeln, vom besitzlosen Mönch bis zum habgierigen Lüstling. Aber an allen Stationen seines Lebens gibt es Menschen, von denen er lernen kann, auch wenn er allen kollektiven Lehren misstraut.

Es ist ein Fluss, der schließlich Siddharthas größter Lehrmeister wird. In ihm wird er alle Widersprüche in der Einheit aufgehoben finden. Das ist seine ganz persönliche Erlösung vom Leiden, seine Erleuchtung, die ihm selbst Buddha nicht in Worten vermitteln kann. Und für die er aber zunächst lernen muss, die Menschen zu lieben. Es ist Siddharthas schwerste Lektion, aber auch sein lange nicht gefundener Schlüssel zu seinem unzerstörbaren Kern. Als er durch einen großen Verlust auch noch das Loslassen lernt, versteht er die Leidenschaften der Menschen. Und dass sie dafür manchmal komische, manchmal wundervolle und manchmal schreckliche Dinge tun.

Hesse kleidet seine universelle Erzählung in ein fernöstliches Gewand und zeigt uns, dass die Menschen nicht nur gut oder nur schlecht sind. So kann er uns wieder an die Welt glauben lassen.

Den Glauben nicht zu verlieren, an sich selbst, an die anderen und an eine gemeinsame Welt jenseits von Gut und Böse, in der man nicht verlorengeht, trotz aller Differenzen, Spaltungen und Entfremdungen, das ist es vor allem, wozu uns Hesse mit Siddharthas Geschichte auch heute ermutigen kann.

 

Und langsam reifte in ihm die Erkenntnis, was eigentlich Weisheit sei: die geheime Kunst, jeden Augenblick, mitten im Leben, den Gedanken der Einheit denken und fühlen zu können.

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